Im Wohnmobil nach Norwegen: Conny on Tour

Im Wohnmobil nach Norwegen: Conny on Tour

Ein Gastbeitrag von Berge-Bloggerin Conny

Conny on Tour mit dem Dethleffs Just 90Im Wohnmobil nach Norwegen – ist das auch euer Traum? Conny hat diese Tour für euch ausprobiert und nimmt euch heute mit. Ihr kennt Conny noch nicht? Dann lernt Sie kennen: auf Instagram findet ihr sie unter @c_o_n_n_y__, oder unter dem Hashtag #connyontour, wo sie euch täglich neue Berggipfel zeigt und euch spannende Einblicke in ihre Touren gibt. Im September war sie mit dem Dethleffs Just 90 Wohnmobil auf Tour nach Norwegen. Heute nimmt sie euch auf unserem Dethleffs Blog mit auf die Reise – viel Spaß bei diesem Gastbeitrag von Conny!

Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude, stimmts?! Unsere Vorfreude mit dem Dethleffs Just 90 in den Urlaub zu fahren stieg ins Unermessliche, besonders weil wir uns dieses Jahr noch keinen richtigen Urlaub gegönnt haben. Im September sollte es nun endlich losgehen Richtung Süden nach Montenegro! Mein Freund und ich sind beide bergnarrisch und lieben die Mischung aus Berge, Meer, Seen und landestypischen Naturhighlights. Außerdem ist es im September noch schön warm in Montenegro, womit wir den diesjährigen Sommer verlängern wollten. So der Plan … der letztendlich wegen Corona nicht aufging.

An diesem Punkt ist uns bereits der gravierendste Vorteil vom Reisen mit dem Wohnmobil aufgefallen: dass wir in Sachen Reiseziel gottseidank flexibel sind! Jetzt heißt es ein paar Tage vor Reisestart alles umplanen.

Fazit: Wir fahren mit Dethleffs nach NORWEGEN!

 

Los geht’s!

Um im Wohnmobil nach Norwegen zu reisen, sollte man einige Vorkehrungen treffen wie Einkäufe erledigen, Klamotten und Küchen- und Wohnequipment packen, Corona Zertifikate anfordern, u.v.m. stehen auf der Agenda. Am Donnerstag, den 02.09. gings dann endlich los und wir durften unser Wohnmobil, den Dethleffs Just 90, in Isny im Allgäu abholen. Nach der aufschlussreichen Einweisung von Mirko und einem netten Treffen mit Nina vom Marketing, ging´s direkt auf die Autobahn A7 Richtung Norden. Deutschland haben wir quasi einmal vertikal durchquert und in Dänemark übernachteten wir, um am nächsten Tag ab 11 Uhr von Hirtshals (Dänemark) mit der Fähre nach Christiansund (Norwegen) überzusetzen.

Während der Fährenfahrt haben wir Domizile und Ausflüge zusammen ausgesucht. Ganz im Süden Norwegens angekommen legen wir einen Stopp an einer der vielen liebevoll angelegten Rastplätzen ein und kochen uns lecker Pestonudeln, die wir dann am Canyoning Wasserfall genossen haben. Dieses autarke Leben macht uns jetzt schon Spaß! Da der Just 90 von Dethleffs eine super praktische Küche verbaut hat, macht dort das Kochen auch einfach so viel Freude.

Im Dethleffs Wohnmobil nach NorwegenBeeindruckt von der wasserdurchfluteten Landschaft haben wir uns mit der App Park4Night einen kostenlosen Schlafplatz gesucht und gefunden. Ein kleiner See-Parkplatz am Wegrand. Wir saßen auf unseren Campingstühlen vor dem Wohnmobil und haben den Sonnenuntergang genossen. So herrlich! Später kam ein norwegischer Fischer, der mit seinem Kumpel ein paar Meter mit dem Camper neben uns stand, auf uns zu. Wir dachten erst, er will uns ermahnen, dass wir hier nicht stehen dürfen, doch er wollte einfach nur plaudern und uns in seiner Heimat willkommen heißen. Wirklich herzlich. Die beiden Fischer sind zum Fischen hier und er erklärt uns, dass vom frisch gefangenen Fisch die Eier gleich gegessen werden und der Fisch selbst dann in eine Art Sulz einlegt wird. Interessant!

 

Der erste Morgen im Dethleffs Wohnmobil

Das Aufwachen mit Seeblick ist einfach was ganz Besonderes. Mit dem Dethleffs Wohnmobil sind wir einfach viel näher an der Natur und haben quasi aus jedem Fenster einen wunderbaren Blick. Die Sitzgruppe ist für uns zu zweit natürlich mehr als ausreichend und so ist ein gemütliches Frühstück immer gesichert – bei gutem Wetter draußen, und wenn es mal nicht so schön ist einfach im Wohnmobil. Nach dem Frühstück fahren wir weiter zum Wasserfall Langfoss. Hier sind wir ca. 400 Höhenmeter zum Viewpoint gewandert. Dort haben wir dann zufällig einen Ravensburger getroffen und auch wieder ein nettes Gespräch gehabt. Er war 5 Wochen mit seinem Motorrad in Norwegen unterwegs und konnte uns einige tolle Tipps mit auf den Weg geben. Die erste Fjordstraße sind wir bis kurz vor Odda gefahren. Bei so einer traumhaften Landschaft könnte ich als Beifahrerin wirklich jeden Meter fotografieren. Hier haben wir einen kleinen Parkplatz neben der Straße entdeckt, der wieder am Wasser bzw. am Fjord lag. Obwohl es unter 10 Grad hatte, ließ es sich mein Freund nicht nehmen, ins Wasser zu springen. Auch hier ist uns der Vorteil eines Wohnmobils gleich wieder bewusst geworden: zwischen dem kühlen Nass und der wärmenden Dusche danach sind es nur ein paar Meter. 😉

 

Sonntag, 6.15 Uhr: der Wecker klingelt!Conny im Dethleffs on Tour

Wir haben uns für heute ein ganz besonderes Wanderziel ausgesucht. In Odda haben wir einen kostenlosen Parkplatz gefunden, dann gings weiter mit dem Busshuttle zum Trolltunga P2 Parkplatz (30 € p. P. hin/zurück, 20 min Fahrt zu P2). Erst später haben wir gemerkt, dass es ziemlich clever gewesen wäre, den Shuttle zum P3-Parkplatz für zusätzliche 15 € zu nehmen, denn dann hätten wir uns 500 Höhenmeter und 7 km Wanderung gespart. So sind wir fleißig von unten (P2) 29 km und 1300 Höhenmeter in 6,5 Stunden gewandert. Innerhalb dieser Zeit mussten wir am Fotopoint Trolltunga 1,5 Stunden anstehen. Gut, dass wir reichlich zu Essen und zu Trinken dabei hatten, denn auf der gesamten Strecke gibt es keine Hütten – nur Emergency Hütten. Wieder zurück am Wohnmobil hieß es erstmal gemütlich duschen, unsere Wandersachen lüften, lecker kochen und essen und zu allerletzt Spiele spielen. Ihr merkt schon, wir haben uns im Dethleffs Just 90 einfach pudelwohl gefühlt.

Nachdem wir am Sonntag schon so früh aufgestanden sind, war am Montag ausschlafen angesagt mit Frühstück am Fjord. Danach ging´s weiter nach Voss, wo ich ein paar Arbeiten für meine Kunden am Laptop erledigte (ich bin selbstständig und dank des Wohnmobils konnte ich auch von unterwegs weiterarbeiten – für mich perfekt) und mein Freund eine tolle Mountainbike-Route erkundet hat. Der Ort Voss ist bei Outdoorsportlern bekannt. Hier konnten wir auch am Campingplatz unser Wasser auffüllen, das Schmutzwasser ablassen und die Toilette leeren – und das alles for free! Sehr nett.

Tipp: Einige Campingplätze bieten diesen Service für „Nicht-Gäste“ an, oder man kann
für im Durchschnitt 10 €, oder wenn man dort tankt, an Tankstellen die Wasser-/Abwasser-Geschäfte erledigen.

 

Gesichtet: Rentiere in freier Wildbahn!

Die norwegische Landschaft ist geprägt von Bergen und Wasser. Klar ist auch, dass man viel durch Tunnel fährt, oder sogar nur mit der Fähre von A nach B kommt. Der 24 km lange Lærdals Tunnel „Lærdalstunnelen“ führt uns direkt zum Nationalpark Jontunheimen. Auf der Fahrt dorthin haben wir zum ersten Mal Rentiere gesehen. Oh Gott waren wir hippelig und happy zugleich! Die Rentiere haben ganz gemütlich die Straße überquert und sind dann wieder im Gebüsch verschwunden. Die Reise im Wohnmobil nach Norwegen mit unserem Dethleffs Just 90 war einfach die perfekte Entscheidung für dieses Jahr.

Wohnmobiltour nach Norwegen im Just 90Spätnachmittags haben wir dann einen tollen Schlafplatz im Gebirge, im Nationalpark gefunden. Am nächsten Tag planten wir eigentlich eine lange Wanderung, doch wir haben dann doch länger geschlafen und auf der Fahrt zum nächsten Stopp wieder Rentiere gesehen. Hier waren wir umringt von Gletschern und Bergen. Angekommen am Ort Gejranger war ich im Kiosk wohl nicht so aufmerksam und habe für fünf 0,3 l Getränke 23 € bezahlt. 😀 Gut, man muss auch dazu sagen, dass es ein Touristen-Kiosk war, wo weit und breit kein Supermarkt in der Nähe war! Im Supermarkt sind die Getränkepreise nicht so teuer. Hätten wir doch einfach den Kühlschrank voll gemacht, schließlich ist der groß genug. Aber als Campinganfänger lernen wir schon noch, mit dem Komfort eines Wohnmobils umzugehen. 😉 Nach dem Kostenschock haben wir unseren Dethleffs Just 90 an einem Kiesplatz im Nationalpark abgestellt und sind zur Biketour Richtung „Knutschberg“ gestartet. Da die Route eher ein Trampelpfad und keine ausgezeichnete Bikestrecke war, konnte ich mit meinem Hardtail nicht richtig fahren und darum sind wir auf wandern umgestiegen. Die Bikes im Gebüsch versteckt, stand wieder ein ganzes Rudel Rentiere ganz in unserer Nähe. Es sind einfach so schöne Tiere, da möchte man am liebsten eins streicheln, aber natürlich hielten wir Abstand und sind nicht auf die wilden Tiere zugegangen.

 

Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.

Die Wanderung auf den Berg war eine Mischung aus kurzen „Kraxelstellen“ und schmalen Bergpfaden. Tatsächlich hatten wir die Länge der Tour unterschätzt. Der Bergrücken zog sich ganz schön und erschwerend kam ein Starkwind hinzu. Aber die Aussicht und das Wetter haben uns belohnt. Unseren Just 90 hatten wir währenddessen immer im Blick und wünschten uns mit einem Fingerschnips direkt zurück. Ein paar Stunden später sind wir wieder an unserem fahrenden zu Hause angekommen und haben uns direkt eine warme Dusche gegönnt und lecker Abendessen gekocht. Der Sturm klang leider nicht ab und so hatten wir eine stürmische Nacht. Aber besser als im Zelt – Wohnmobil sei Dank. Achja, am nächsten Tag mussten wir deshalb leider auch unsere geplante Wanderung absagen, selbst die Einheimischen haben uns davon abgeraten, weil der Wind so stark war! Aber wenn man im Wohnmobil in Norwegen unterwegs ist, muss man auf alles gefasst sein.

Okay, hieß also für uns, den Dethleffs anmachen und los Richtung Sonne fahren. Wir haben nach einigen Kilometern einen See gefunden und haben dort gemütlich unsere Bücher weitergelesen. Da ist uns wieder aufgefallen wie froh wir sind, dass wir so Ortsflexibel mit dem Wohnmobil sind! Lecker Buritos gab´s dann an einem schönen Rastplatz auf dem Weg zu unserem ausgewählten Stellplatz in den Bergen des Jotunheimen Nationalparks. Unser nächstes Ziel ist Geiranger, ein wunderschöner Fjord-Ort zu dem eine atemberaubende Passstraße einige Höhenmeter bergab führt. Nur leider fuhren wir komplett in der Nebelsuppe, aber haben trotzdem den mächtigen Wasserfall neben der Passtraße bewundern können. In Geiranger drehten wir trotz schlechtem Wetter nicht Däumchen und sind direkt los zur Wasserfallwanderung. Ist einfach immer schön, die Natur und die Gegend zu erkunden. Danach war´s mal wieder Zeit unsere Wasserbehälter zu füllen und abzulassen und das WC zu leeren, wenn wir schon mal in der „Zivilisation“ sind. Das hat alles problemlos geklappt!

 

Im Wohnmobil durch Norwegen: Über kurvige Brücken direkt übers MeerCamping in Norwegen mit dem Wohnmobil

Am Touristen-Highlight „Trollstiegen“ sind wir quasi nur vorbeigefahren und haben die Fähre bis Andalsness genommen. Tipp: Die Fähren fahren relativ regelmäßig alle 15-30 Minuten und können auch kurzfristig online gebucht werden. Die Gebühren werden meist erst 1-2 Wochen später von der Kreditkarte abgezogen, also nicht wundern. Das gleiche gilt für die Mautgebühren der Tunnel oder Straßen in Norwegen.

Nachdem wir einen wunderschönen Sonnenuntergang genossen haben, konnte uns irgendwie kein Schlafplatz überzeugen und deshalb haben wir erst gegen Mitternacht einen geeigneten Platz gefunden. Jetzt führt uns die Route Richtung Meer und Atlantikstraße bei Regen. Es war trotzdem schön und echt ein Highlight über die kurvigen Brücken über das Meer zu fahren! Doch irgendwie zieht es uns wie ein Magnet wieder in Richtung Berge. Wir haben dieses Mal direkt einen schönen Stellplatz an einer Klamm gefunden und der Nebel hält sich wieder hartnäckig. Naja, was willst machen – einfach das Beste draus machen. Wir haben relativ kurzfristig einen See ganz in der Nähe entdeckt und direkt eine Radtour drum herum gestartet. Das war eine tolle Abwechslung und zum Glück hatten wir ein „Regenfrei-Fenster“ erwischt. Juhu!

Der Nationalpark Jontunheimen hat es uns besonders angetan und hier verbringen wir die nächste Nacht. In dem Wort „Sonntag“ ist „Sonne“ enthalten und so kam es auch: wir hatten eine sonnige Radtour zu einem Bergsee und das letzte Stück sind wir dann noch zum nächsthöher gelegenen Bergsee gewandert. Sonntagabend = Burgertime!

 

Um uns herum waren lauter Gletscherberge

… und so beschlossen wir die nächste Wanderung zum Gletscher zu starten. Die Wanderung war zwar relativ lang, aber hat sich absolut gelohnt mit dem Highlight den Gletscher zu erkunden. Weiter Richtung Gaupne gab´s für uns eine aussichtsreiche Wanderung auf den Berg „Molden“ und im Anschluss haben wir den Sonnenuntergang einige Kilometer weiter an einem kleinen Beach genossen. Hach es ist so schön so viele tolle Orte an einem Tag zu erkunden. Zu einem Touristen-Programm haben wir uns noch hinreißen lassen: Die legendäre Zugfahrt in Flam / im Flamstal. Das war eher ein Reinfall: das Zugticket war echt teuer, die Sehenswürdigkeiten auf der Zugfahrt waren okay, aber nicht schöner als all das, was wir während der Wohnmobilfahrt bisher gesehen haben. Nichtsdestotrotz konnten wir den Weg zurück biken und haben hier noch Wasserfälle gesehen und die Natur um uns herum genossen. Nach dem Motto „erst das Vergnügen, dann die Arbeit“ (haha) standen dann noch Laptoparbeiten für mich an! Mein Freund hat die Zeit genutzt und eine coole Downhill Biketour in der Nähe gemacht.

Es geht für uns langsam aber sicher wieder Richtung Süden und Richtung Odda. Am schönen Latefossen Wasserfall (laut war’s, aber schön) haben wir unsere Nacht verbracht. Den Morgen hatten wir noch Ruhe und gegen 9/10 Uhr war der Parkplatz schon voller Autos an dieser Sehenswürdigkeit. Wir haben uns nicht aus der Ruhe bringen lassen und noch ganz gemütlich gefrühstückt. Ein langer Travel-Tag steht an, durch Nationalparks und Stopps an schönen Rastplätzen. Unser Urlaub neigt sich dem Ende zu, so schade es auch ist. Wir haben natürlich die letzten Stunden alle Eindrücke und Momente aufgesaugt. Es ist einfach herrlich von A nach B zu reisen und immer wieder Neues zu sehen. Das macht uns so happy! Im Wohnmobil nach Norwegen zu reisen können wir von Herzen empfehlen – am besten natürlich in einem Dethleffs. 😉

Der Rückweg aus Norwegen führte uns wieder mit der Fähre nach Dänemark und von dort aus komplett von Nord- nach Süddeutschland. Eine wirklich laaaange Fahrt, aber nach allem was wir erleben durften, nehmen wir die Fahrt gerne in Kauf. Wir haben ja schließlich ein rollendes zu Hause und können Schlafstopps einlegen, wann immer wir wollen.

Bye bye Norwegen, es war wunderschön!
Herzlichen Dank für unsere Zusammenarbeit liebes Dethleffs-Team!

 

A. d. R.: Wollt ihr auch im Wohnmobil nach Norwegen? Wenn ihr Fragen an Conny zu ihrer Tour habt, könnt ihr ihr auch mailen oder sie auf Ihrer Website besuchen. Alles zum Wohnmobil Just 90, mit dem Conny unterwegs war, findet ihr auf unserer Website.

im Wohnmobil nach Norwegen - Stellplatz am See

Hat dir der Artikel gefallen? Teile ihn mit deinen Freunden!

Share on facebook
Share on email
Nina
Hallo, ich bin Nina und großer Caravaning- und Camping-Fan. Schon als Kind bin ich mit meinen Eltern und meinem kleinen Bruder häufig zum Campen gefahren. Meistens waren wir am Gardasee oder an der französischen Küste unterwegs. Das "Hauptsache-Draußen-Sein-Gefühl" habe ich bis heute! In meiner Freizeit fahre ich Motorrad, gehe in den Bergen wandern oder kümmere mich um meinen Garten. Seit 2019 bin ich bei Dethleffs und blogge hier für Euch rund um das tolle Thema Caravaning & Camping!

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte dich auch interessieren