Vorteile und Nachteile bei Wohnwagen und Wohnmobil

Vorteile und Nachteile bei Wohnwagen und Wohnmobil

Herzlich Willkommen zum Thema „Vorteile Nachteile Wohnwagen Wohnmobil„. Was sind eigentlich die Vorteile und Nachteile eines Wohnwagens oder eines Wohnmobils? Was von beidem ist teurer in Anschaffung und im Unterhalt und was passt besser zu dir? Sascha von den „Caravan Travellers“ erklärt die wesentlichen Unterschiede und stellt die Vorteile, aber auch Herausforderungen der jeweiligen Fahrzeuggattung vor.

Hinweis: Alle Eindrücke sind individuell und sollen nur für eine generelle Orientierung sorgen. Natürlich gibt es eine Vielzahl an Modellen, Preissegmenten, Grundrissen und vielem mehr, die alle ihre eigenen Besonderheiten haben und auf die ein paar unserer Aussagen eventuell nicht zutreffen. Wir beziehen uns auf vergleichbare Modelle von Wohnwagen und Wohnmobilen.

 

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Definition der Fahrzeuge „Wohnwagen“ und „Wohnmobil“

Der Wohnwagen hat keinen eigenen Motor, sondern muss von einem Zugfahrzeug/Pkw gezogen werden. Das Wohnmobil verfügt über einen eigenen Motor sowie ein Fahrerhaus und ist somit „selbstfahrend“.

 

Der Wohnwagen ist günstiger in der AnschaffungWas ist teurer? Der Preisunterschied zwischen Wohnwagen und Wohnmobil

Die Anschaffung von einem Wohnwagen ist günstiger, als die Anschaffung eines vergleichbaren Wohnmobils. Ohne individuelle Ausstattung, Modell, Marke, Größe etc. zu berücksichtigen kann man sagen, ein (Mittelklasse-) Wohnwagen kostet in der Anschaffung ca. 15.000 – 25.000 € während ein vergleichbares Wohnmobil zwischen ca. 60.000 – 80.000 € liegt. Warum ist das so? Wie bei Frage 1 erwähnt, ist ein Wohnmobil selbstfahrend, ihr kauft also im Prinzip ein „Auto plus Wohnung“. Der Motor und die Abgasanlage machen hier viel im Preisunterschied aus, welche der Wohnwagen nicht hat. Die Anschaffungskosten eines Wohnmobils ist damit ca. 2-3 mal höher, als bei einem Wohnwagen.

Außerdem: Die Unterhaltungskosten für einen Wohnwagen sind geringer, bei einem Wohnmobil höher. Ein Wohnmobil hat viel mehr Verschleißteile (Motor, Abgasanlage, Bremsanlage, mehr Räder, etc.). Auch die Versicherung und Steuern sind beim Wohnmobil höher.

 

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Unterschiede bei der Ausstattung

Die Ausstattungen im vergleichbaren Preissegment sind bei Wohnwagen und Wohnmobil sehr ähnlich – abhängig natürlich von den individuellen Wünschen. Küche, Bäder, Sitzgruppen und Betten unterscheiden sich hinsichtlich Aufbau und Qualität meist nicht sehr stark voneinander, wenn man sie innerhalb eines Preissegments vergleicht.

 

Raumgefühl im Wohnmobil und WohnwagenRaumgefühl bei Wohnwagen und Wohnmobil

Der größte Unterschied ist, dass es beim Wohnmobil vorne ein eigenes Fahrerhaus gibt, im Wohnwagen nicht. Das macht das subjektive Raumgefühl manchmal etwas kleiner, allerdings kann man die Fahrer- und Beifahrersitze meistens umdrehen und als Sitzmöglichkeit an der Sitzgruppe nutzen, sodass kein Platz verloren geht. Aber Fakt ist, auf einer identischen Aufbaulänge hast du bei einem Wohnwagen mehr Wohnfläche zur Verfügung, als bei einem Wohnmobil.

Ein Wohnmobil verfügt meist über eine Heckgarage, sodass die Betten im hinteren Teil höher liegen und der Raum im Kopfbereich ist geringer, als beim Wohnwagen. Dafür bietet das Wohnmobil natürlich auch mehr Stauraum.

 

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Stauraum

Das kommt natürlich ganz auf den Grundriss an. Ein Wohnwagen hat durch das fehlende Fahrerhaus oft rundherum im Innenraum Dachschrankklappen, die viel Stauraum bieten. Dafür punktet das Wohnmobil mit einer separaten Heckgarage – oftmals kann diese von beiden Seiten geöffnet werden. Im Großteil der Wohnwagen ist dies nicht vorhanden. Der Stauraum in den Küchen ist sehr ähnlich, ebenso wie im Bad und im Kleiderschrank.

Beim Wohnmobil gibt es oftmals auch außen mehr Stauraum-Möglichkeiten – das ist beim Wohnwagen meistens nicht gegeben.

 

Flexibilität mit Wohnwagen und WohnmobilVorteile und Nachteile Wohnmobil

Mit was ist man flexibler – Wohnwagen oder Wohnmobil? Auch hier gibt es zwei Punkte zu beachten: mit einem Wohnmobil kann man einfach losfahren und muss ihn bei geraden Stellflächen nicht mal ausrichten. Den Wohnwagen muss ich ausrichten, die Füße herunterdrehen und das Wasser nachträglich holen, da das aus Gewichtsgründen meist nicht im Wohnwagen mitgeführt wird. Außerdem muss der Abwassercontainer unter den Wohnwagen geschoben werden etc. Ebenso ist das „Abbauen“ beim Wohnwagen aufwändiger, als beim Wohnmobil.

Mit dem Wohnwagen bist du vor Ort allerdings manchmal auch flexibler, denn du hast deinen Pkw dabei. Dadurch bist du bei engen Straßen, beim Einkaufen, bei Ausflugszielen etc. flexibler vor Ort.

Beladung ist auch ein Thema. Mit einem Wohnmobil kannst du an der Straße stehen und es einfach beladen. Den Wohnwagen hast du meist woanders stehen, und muss mit dem Pkw beladen werden.

Mehr Blogbeiträge über Wohnwagen und Wohnmobile >>

 

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Wasserversorgung / Frischwasser und Abwasser

Hier gibt es einen Favoriten: das Wohnmobil. Ein Wohnmobil wird direkt an einer Versorgungsstation mit Wasser aufgetankt. Schlauch rein und fertig. Zudem ist der Tank meist größer, als beim Wohnwagen. Seltenst fährt man mit dem Wohnwagen-Gespann zur Versorgungsstation, da dies oft zu lang ist. Heißt, das Auftanken des Abwassers geschieht beim Wohnwagen manuell. Man geht zu Fuß mit einem Kanister (ca. 15 Liter) zum Wasserhahn am Campingplatz, befüllt den Kanister, trägt diesen zum Wohnwagen und befüllt in 1-2 Fuhren den Wohnwagen-Tank.

Auch beim Thema Abwasser gewinnt das Wohnmobil, denn es hat einen eigenen Abwassertank. Beim Wohnwagen hingegen wird das Abwasser durch Rohe nach außen transportiert, wo es unter dem Wohnwagen ablaufen kann. Unter dem Wohnwagen hat man vielleicht einen Eimer stehen, damit man das Abwasser korrekt entsorgen kann. Es gibt auch extra rollbare Abwasserboxen dafür, das ist etwas komfortabler – aber eben immer noch manuell. Das Wohnmobil hingegen hat einen eigenen Abwassertank! Das Wasser läuft nicht einfach aus dem Fahrzeug heraus, sondern es gibt einen eigenen Abwassertank. Man fährt nach einer gewissen Zeit mit dem Wohnmobil einfach zur Entsorgungs-Station, wo es größere „Löcher“, die Ablass-Schächte, im Boden gibt. Man fährt mit dem Wohnmobil darüber, öffnet ein Ventil und das Abwasser läuft ab – fertig. Du musst den Abwassereimer nicht über den ganzen Campingplatz zur Entsorgungs-Station schleppen.

Aber: Wenn ihr euch auf dem Campingplatz gerade schön eingerichtet habt und dort etwas länger steht, muss natürlich auch immer das ganze Wohnmobil zur Entsorgungs-Station gebracht werden. Heißt: Markise abbauen, Stühle reinholen, etc. Beim Wohnwagen könnt ihr das händisch erledigen und alles kann bleiben, wie und wo es ist.

Hier findest du Tipps und Tricks zur Reinigung der Frischwasseranlage >>

 

Die Fahrt

Beim Wohnwagen sitzt ihr in eurem bekannten Pkw und zieht einen Anhänger. Je nach Pkw (Zugfahrzeug) ist dieses ggf. leiser, mit der typischen Pkw-Ausstattung komfortabler eingerichtet und auch für die Kinder ggf. besser ausgestattet. Im Wohnmobil ist es etwas lauter, da natürlich viele Sachen in den Schränken verstaut sind und der Innenraum größer ist. Wenn ihr mit dem Wohnwagen-Gespann fahrt, muss die Klimaanlage des Pkws einen kleineren Raum kühlen, als beim Wohnmobil. Wer es mag, dem bietet das Wohnmobil hingegen eine schöne erhöhte Sitzposition, sowie oftmals große Panorama-Fensterscheiben, aus denen man schon bei der Fahrt einen tollen Ausblick in seine gewählte Urlaubsregion genießen kann. Mit dem Wohnmobil darfst du außerdem oft etwas schneller fahren als mit dem Wohnwagen-Gespann. Zudem darfst du bei „Überholverboten für Lkw, Busse, Anhänger-Gespanne“ mit Wohnmobilen bis 3,5 t max. weiterhin überholen.

 

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Das Fazit

Wohnwagen und Wohnmobile bringen beide ihre Vor- und Nachteile mit. Einen klaren Favoriten müsst ihr selbst für euch finden – je nach euren Bedürfnissen.

Für kürzere und spontane Reisen, und Reisen mit vielen unterschiedlichen „Stops & Spots“ ist das Wohnmobil super praktisch. Es kann schnell gepackt werden, ihr könnt überall schnell stehen und das Abwasser-Thema ist auch viel einfacher. Außerdem eignet sich ein Wohnmobil optimal für Tagesausflüge an tolle Seen, oder wenn ihr häufiger den Stellplatz wechseln wollt. Besonders für Zu-Zweit-Reisende, die gerne viel unterschiedliches sehen, bietet sich ein Wohnmobil an. Ihr steigt ein, fahrt los und habt alles dabei. Und wo ihr parken wollt, parkt ihr einfach. Außerdem könnt ihr schneller fahren und dürft überholen.

Der Wohnwagen ist von den Kosten her deutlich attraktiver. Ihr bekommt mehr Camping-Wohnfläche für euer Geld und habt nicht so hohe Unterhaltungskosten. Wenn man mehrere Kinder hat, kann das ein entscheidendes Kriterium sein. Einige Dethleffs Wohnwagen-Modelle bieten für das Camping mit Kindern sogar 3er Etagenbetten, was es in einem Wohnmobil (meistens) nicht gibt. Ihr seid am Urlaubsort durch euren Pkw super flexibel – gerade auf schmalen Straßen oder beim Einkaufen für eure Familie.

Zusammengefasst: Mit einem Wohnmobil seid ihr mobil auf eurer Reise unterwegs und könnt flexibler mal irgendwo stehenbleiben. Mit dem Wohnwagen kommt ihr „gut an“ und richtet euch eher an einem konkreten Urlaubsziel ein. Und eine Budgetfrage ist es letztlich auch.

Schreibt gerne in die Kommentare, ob ihr den Wohnwagen oder das Wohnmobil favorisiert. Wir sind gespannt!

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Nina
Hallo, ich bin Nina und großer Caravaning- und Camping-Fan. Schon als Kind bin ich mit meinen Eltern und meinem kleinen Bruder häufig zum Campen gefahren. Meistens waren wir am Gardasee oder an der französischen Küste unterwegs. Das "Hauptsache-Draußen-Sein-Gefühl" habe ich bis heute! In meiner Freizeit fahre ich Motorrad, gehe in den Bergen wandern oder kümmere mich um meinen Garten. Seit 2019 bin ich bei Dethleffs und blogge hier für Euch rund um das tolle Thema Caravaning & Camping!

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