Mit dem Wohnmobil ins Paradies: Roadtrip nach Sardinien – Teil 1

Mit dem Wohnmobil ins Paradies: Roadtrip nach Sardinien – Teil 1

26 Tage im Dethleffs Globebus Go durch Italien – ein Reisebericht von Vildan Cirpan

Türkisfarbene Buchten, atemberaubende Küsten, weiße Sandstrände und azurblaues, glasklares Wasser: Das ist Sardinien. Die italienische Mittelmeer-Perle zählt nicht ohne Grund zu den schönsten Inseln Europas. Sie ist ein wahres Naturjuwel mit Karibik-Flair. Vor allem die vielen, wundervollen Strände locken Touristen auf die zweitgrößte Insel des Mittelmeers.

Doch Sardinien ist nicht nur für seine schönen Strände bekannt. Die Insel begeistert auch mit einer reichen Geschichte und faszinierenden archäologischen Stätten. Und allein die sardische Küche mit ihren köstlichen Spezialitäten wäre sicher für viele schon eine Reise wert.

Zudem bietet die vielfältige Landschaft des Eilands zahlreiche Möglichkeiten für Outdoor-Aktivitäten: von Wanderungen in den Bergen über Tauchgänge im glasklaren Mittelmeer bis hin zu Bootsfahrten zu versteckten Buchten.

Kein Wunder, dass Sardinien bei Wohnmobilisten sehr beliebt ist: Denn um all die natürliche Schönheit und kulturellen Schätze dieser Insel am besten erkunden zu können, ist ein Wohnmobil der perfekte Begleiter.

Diese Erfahrung hat auch Schauspielerin Vildan Cirpan gemacht. Sie lässt uns an ihrer 26-tägigen Wohnmobilreise, die von Isny im Allgäu an den Gardasee durch die Toskana bis zur Mittelmeerperle Sardinien geführt hat, teilhaben. Ihr mobiler Reise-Begleiter war ein Dethleffs Globebus Go. Ebenfalls mit an Bord: ihr Partner und der vierbeinige Liebling Luve.

 

Auf nach Sardinien: Das Wohnmobil-Abenteuer beginnt

Dethleffs Globebus GoUnsere aufregende Abenteuerreise begann am 31. August, gerade zum Ende der sommerlichen Hochsaison. Voller Vorfreude nahmen wir unseren Urlaubsbegleiter Globebus Go am Dethleffs Standort im malerischen Isny im Allgäu in Empfang. Das kompakte Wohnmobil sollte uns die nächsten 26 Tage als mobiles Zuhause dienen.

Der Teilintegrierte ist perfekt für Zwei mit Hund, die viel herumreisen möchten und sich vorher noch nie an das Abenteuer Caravaning gewagt haben – so wie wir. Denn der Globebus Go ist zwar ein vollständig ausgestattetes Reisemobil mit Küche, Bad und festen Betten, hat aber kompakte Maße. Mit seiner Breite von nur 220 cm war es sehr wendig, bot aber dank einer cleveren Raumaufteilung viel Bewegungsfreiheit und mehr als genügend Platz für all unsere Habseligkeiten. Für unser Vorhaben einfach perfekt.

 

Aller Anfang ist … leicht: die ersten Kilometer als Reisemobilisten

Auf geht's nach Sardinien

Als wir all unser Gepäck sorgfältig im Wohnmobil verstaut hatten, konnte es losgehen. Sardinien wir kommen! Wir haben uns für die gesamte Reise über drei Wochen Zeit genommen, denn wir wollten den Weg zur Insel nutzen, Italien noch besser kennenzulernen und neue Ecken dieses Landes zu entdecken. Ein echter Roadtrip eben.

Da wir noch nie mit einem Wohnmobil unterwegs waren, wurden wir die ersten Kilometer von leichter Nervosität begleitet. Doch der Globebus Go erwies sich als äußerst anfängerfreundliches Wohnmobil und ließ sich völlig easy manövrieren und fahren.

Unsere erste Etappe führte uns durch die majestätischen Alpen. Selbst die teils kurvenreiche Strecke meisterte der Globebus Go – und wir als Wohnmobil-Fahranfänger – mit Bravour. Bereits nach wenigen Stunden war von Nervosität keine Rede mehr und nur noch die Vorfreude auf das Ziel unserer ersten Etappe zu spüren: der Gardasee.

 

Erster Stopp: der nördliche Gardasee

GardaseeUnsere Reisepläne und Route waren zwar grob skizziert, aber wir hatten keinerlei Campingplätze im Voraus gebucht. Diese Freiheit, die ein Urlaub im Wohnmobil ermöglicht, genossen wir in vollen Zügen. Dank einer App namens „Park4Night“, auf der leidenschaftliche Reisemobilisten großzügig ihre Lieblings-Campingplätze und Rastplätze teilen, haben wir die meisten unserer Übernachtungsplätze auf unserer Reise entdeckt. So auch unseren ersten Stopp: einen kostenfreien Wohnmobil-Parkplatz am nördlichen Ende des Gardasees, wo die majestätischen Berge sich direkt in das tiefblaue Wasser erstrecken.

Wir fanden uns in der Gesellschaft von gemütlichen Restaurants und Cafés wieder und konnten der Versuchung einer ersten echten italienischen Urlaubs-Pizza nicht widerstehen. Als wir am nächsten Morgen in unserem Globebus Go erwachten, boten uns die Fenster unseres Wohnmobils einen spektakulären Blick auf den glitzernden Gardasee und die aufgehende Sonne. Die frische Brise vom See und die würzige Bergluft sorgten schon am ersten Tag dafür, dass wir uns in das Campingleben verliebt haben.

 

Etappe Zwei: Das Ostufer des Gardasees

Nach einem ausgiebigen Frühstück setzen wir gut ausgeruht unsere Reise fort, die uns südwärts auf einer malerischen Route durch die bezaubernden Dörfer und kleinen Städte entlang des Gardasees führte. Wir passierten Bardolino und Lazise bis wir schließlich im zauberhaften Sirmione landeten.

Auf einem Campingplatz machten wir uns zum ersten Mal richtig mit dem Camper-Leben vertraut. Hier wollten wir ein paar entspannte, erste Urlaubstage genießen. Gesagt, getan: Globebus Go abgestellt, Strom angeschlossen, Markise und Campingmöbel raus und die erste Mahlzeit in unserem rollenden Zuhause zubereitet. Perfekt!

Wir verbrachten zwei erholsame Tage am Strand und schwammen ganz viel im herrlich warmen Seewasser. Abends erkundeten wir mit dem Bus die Gegend und entdeckten dabei das wunderbare Städtchen Desenzano, wo wir die kulinarischen Köstlichkeiten der Region in vollen Zügen genießen konnten.

 

Weiter geht´s: vom Gardasee in die Toskana

Rancone LodgesNach ein paar Tagen Erholung ging es weiter. Im Nu hatten wir unseren Globebus Go gepackt und waren startbereit für unser nächstes Ziel: Rancone Lodges in der Toskana. Als wir die einladende Atmosphäre dieses Campingplatzes erlebten, war für uns klar, dass wir hier gleich drei Nächte verweilen würden. Inzwischen fühlten wir uns bereits wie erfahrene Wohnmobilisten, und machten uns geschickt daran, unseren neuen Stellplatz einzurichten.

Rancone Lodges liegt eingebettet in einer hügeligen Landschaft direkt an einem klaren Fluss. Das Wasser des Flusses war so erfrischend und kristallklar, dass es uns in einen beinahe meditativen Zustand versetzte, wenn wir im Schatten am Ufer saßen.

Die Camping-Anlage, die sich in der Nähe des bezaubernden Städtchens Lucca befindet, bot zahlreiche Annehmlichkeiten wie ein hervorragendes Restaurant, einen Poolbereich und morgendlich frische Brötchen ans Wohnmobil. Vor allem unserem vierbeinigen Begleiter Luve hat es dieser besondere Campingplatz angetan. Doch wir hatten noch vieles vor.

 

Weiter geht´s Richtung Sardinien

Unsere Reise führte uns nach drei Tagen Erholung weiter in die Nähe des Städtchen San Gimignano. Dort haben Freunde von uns ein zauberhaftes Agriturismo-Hotel namens „i pini“. Wir durften dort mit unserem Globebus Go parken und genossen ein unvergessliches Abendessen mit hausgemachten Weinen und Olivenölen, verbrachten entspannte Stunden am Pool und unternahmen ausgedehnte Spaziergänge durch die malerischen Weinberge mit Luve.

Der atemberaubende Ausblick auf die mittelalterlichen Türme von San Gimignano ist einfach unbeschreiblich. Dieser Teil der Toskana erwies sich als absolut fantastisch, und wir hätten uns gewünscht, noch länger in dieser zauberhaften Region verweilen zu können. Hier waren wir bestimmt nicht zum letzten Mal.

 

Sardinien wir kommen

Unser ursprünglicher Plan sah vor, nach der Toskana noch die Amalfiküste entlang zu fahren. Aber unsere Vorfreude und Neugierde auf Sardinien war so groß, dass wir spontan beschlossen, unsere Pläne zu ändern. Am Abend machten wir uns mit dem Wohnmobil von Livorno aus auf eine aufregende Fährfahrt nach Olbia.

Für die doch 8-stündige Fahrt nach Olbia haben wir Tickets mit Kabinenbetten gebucht. Das würden wir jedem empfehlen, denn der Vorteil liegt klar auf der Hand: Am nächsten Morgen waren wir frisch und ausgeruht. Obwohl die Kabinenbetten die Fährkosten verdoppelten, war diese erholsame Nachtruhe den Aufpreis zweifellos wert. Denn so konnten wir am nächsten Tag erholt unsere Weiterreise und das Wohnmobil-Abenteuer auf Sardinien starten.

 

Unser erstes Wildcamping-Abenteuer

Wildcampen auf SardinienAuf Sardinien angekommen beschlossen wir, die Insel im Uhrzeigersinn zu umrunden. Unsere treue Begleiterin, die Park4Night-App, half uns dabei, unser erstes Wildcamping-Abenteuer zu testen. Andere User der App empfahlen uns einen Übernachtungs-Platz in der Nähe von Posada, der sich direkt an einem Strand befand.

Hier gab es ein gemütliches Café, eine Pizzeria und sogar einen Stand mit frischem Obst. Unter einem Feigenbaum geparkt, kochten wir uns eine frische Mahlzeit und genossen beim Speisen den unbeschreiblich schönen Blick aufs Meer.

Der Sonnenaufgang an der Ostküste Sardiniens begrüßte uns am nächsten Morgen. Doch zu unserer Überraschung fanden wir nicht nur ein paar Feigenblätter, sondern auch einen Strafzettel an der Frontscheibe unseres Globebus Go. Wir empfehlen deshalb, um Ärger zu vermeiden, sich nicht blind auf die Empfehlungen der App zu verlassen, sondern sich auch mit den Camping-Bestimmungen des jeweiligen Ortes oder Landes vertraut zu machen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte im Zweifelsfall lieber einen ausgeschilderten Stellplatz oder Campingplatz aufzusuchen.

Mehr zum Thema „Freies Stehen“ und in welchen Ländern was erlaubt ist, findet Ihr hier.

 

Wundervolles Sardinien

Unsere Route führte uns entlang der Ostküste weiter nach Capo Cominio bis Cala Gonone. Dort statteten wir uns mit einer Schnorchelausrüstung aus. Denn das Meer rund um Sardinien lockt mit seinem blautürkis-klaren Wasser zum Tauchen, wie wir es nur von der Karibik kennen. Das konnten wir uns keinesfalls entgehen lassen.

Nach einer Nacht im wundervollen Fischerdörfchen Cala Gonone stand eigentlich der Besuch des bekannten Strandes Cala Luna auf dem Programm. Aber Apple Maps führte uns, warum auch immer, stattdessen auf eine verträumte Sackgassenroute zu einem anderen, versteckten Strand.

Dieser entpuppte sich als einer der schönsten Strände, den wir je gesehen hatten. Völlig abgeschieden und umgeben von imposanten Felsklippen liegt der Strand Ziu Martine, den ich als kleines Paradies beschreiben würde und zu unseren absoluten Geheimtipps gehört. Beim Schnorcheln im türkisfarbenen Wasser entdeckten wir tausende von Fischen. Ein wahrlich unvergessliches Erlebnis.

 

Wildcamping: der zweite Versuch

Sonnenaufgang auf SardinienMit vollem Tank setzten wir unsere Reise fort und planten, noch einmal das Wildcamping zu versuchen. Über Park4Night fanden wir eine Art Strand-Pizzeria, die für 10 Euro die Nacht, Stellplätze direkt am Meer anbot. Also ganz so „wild“ war es nicht, da der Besitzer uns seine Erlaubnis gab, aber vom Gefühl her war die Nacht direkt auf dem Strand unbeschreiblich.

Den folgenden Morgen begannen wir mit einem erfrischenden Strand-Workout vor der Pizzeria und wurden von unserem Gastgeber mit Strandstühlen und Sonnenschirm ausgestattet. Abends lud er uns zu einem hausgemachten Abendessen ein.

Während des Essens erzählten wir ihm, dass wir Interesse daran hätten, ein Boot zu mieten, woraufhin er sofort jemanden anrief. Der Bootsvermieter kam sogar, während wir noch aßen, und sicherte uns gleich für den nächsten Tag eins zu. Es war schon faszinierend, wie spontan alles auf unserer Reise verlief und wie viele herzliche Menschen wir kennenlernen durften.

 

Wie die faszinierende Reise von Vildan Cirpan durch Sardinien weitergeht, erfährst du im zweiten Teil ihres Reiseberichts. Lass sich weiter inspirieren und erfahre weitere tolle Tipps zu Campingplätzen, Traumstränden und wunderschönen Orten auf Sardinien.

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Anita Lorenscheit
Ich bin praktisch auf einem Campingplatz aufgewachsen. Meine Oma – und jetzt mein Onkel – betreiben einen schnuckligen kleinen Campingplatz ganz in der Nähe und als Kind habe ich immer meine Ferien dort verbracht. Inzwischen bin ich selbst Mama, wohne mit meiner Familie im württembergischen Allgäu und genieße so oft es geht Zeit mit meinem Mann und meiner Tochter in der Natur. Dank meiner langjährigen Erfahrung im Bereich Camping & Caravaning kann ich auch die kompliziertesten Dinge einfach und präzise erklären, habe immer tolle Tipps & Tricks auf Lager, vor allem, wenn es um das Thema Camping & Familie geht!

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